Hein Möllers kommentiert die Vertreibungen in den Städten
Simbabwes und die afrikanischen Reaktionen darauf.
Seit Ende Mai zerstört Simbabwes Polizei Tausende von Hütten
und Häusern in den Vorstädten. Mit ihrer Säuberungsaktion,
der „Operation Murambatsvina“, trägt die Regierung die
Politik der gewaltsamen Landbesetzungen in die verhassten Städte.
Brian Raftopoulos sieht im Kampf um Simbabwes Städte eine
gefährliche Entwicklung für das Land.
Augenzeugenbericht des Jesuiten Oskar Wermter.
Die Krise sowohl der regierenden Zanu-PF als auch der oppositionellen
MDC nach den Wahlen in Simbabwe analysiert die International Crisis Group.
Der Machtkampf in Malawi spitzt sich zu. Das Parlament hat ein Amtsenthebungsverfahren
gegen Präsident Binga wa Mutharika eingeleitet. Heiko Meinhardt
berichtet.
Botswana gilt als demokratisches Musterland in Afrika. Ein Mythos, sagt
der Politikwissenschaftler Kenneth Good von der Universität
von Gaborone. Das brachte ihm prompt die Ausweisung der Regierung ein.
Internationale Menschenrechtsgruppen haben gegen die Umsiedlung der indigenen
Minderheiten in Botswana, der Basarwa, aus dem Gebiet der Zentralkalahari
protestiert. Ihre überzogene Kritik verhärtete allerdings die
Fronten zwischen den Betroffenen und der Regierung in Gaborone. Gibt es
(k)eine Zukunft für die Ureinwohner Botswanas?, fragt Marc Meinardus.
In Afrika formiert sich wachsender Widerstand gegen die Folgen der neoliberalen
Wirtschaftspolitik. Auf einem Workshop in Johannesburg wurden „Wirtschaftsalternativen
zum Neoliberalismus“ diskutiert. George Dor fasst die Diskussion
zusammen.
Die wirtschaftlichen Rahmendaten in Südafrika stimmen, die Regierung
scheint ihr angestrebtes Wirtschaftswachstum zu erreichen. Ihre soziale
Bilanz sieht dagegen bescheiden aus, die Kluft zwischen Arm und Reich
nimmt zu. Von Rene Gradwohl
Rangeleien auf Provinzebene, Fraktionskämpfe, Affären und eine
frostige Beziehung zu den Partnern der Dreier-Allianz kennzeichnen den
regierenden ANC ein Jahr nach den Parlamentswahlen in Südafrika.
Doch auch die außerparlamentarische Linke scheint in einer Krise.
Von Heinz Lambart.
Die HIV/Aids-Epidemie belastet die wirtschaftliche Entwicklung Südafrikas
auch auf makroökonomischer Ebene, das zeigen verschiedene Studien.
Florian Seidl hat sie angeschaut.
Jedem Bürger und jeder Bürgerin Namibias soll der Staat bis
zur Rente ein Grundgehalt zahlen. Das schlägt ein Bündnis aus
Kirchen, Zivilorganisationen und Regierungsvertretern vor. Von Claudia
und Dirk Haarmann.
Die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat den
ethnischen Gruppen, die unter der deutschen Kolonialherrschaft gelitten
haben, 20 Millionen Euro für ein „Programm zur Versöhnung
und Entwicklung“ zugesagt. Herero-Chief Riruako vermisst eine zuvorige
Konsultation der Betroffenen. Von Rolf-Henning Hintze.
Eine Ausstellung in Tervuren widmet sich der kolonialen Vergangenheit
Belgiens. Larissa Förster berichtet.
Nord-Süd-Infos, Rezensionen
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