Die Zwischenbilanz der Millenniumsentwicklungsziele fällt frustrierend
aus. Hein Möllers kommentiert.
Nach etlichen Korruptionsskandalen, der Entlassung von Vizepräsident
Jacob Zuma und einer aufmüpfigen Parteibasis zeigen sich Risse in
der Regierungspartei Südafrikas. Heinz Lambarth berichtet.
Das Zimbabwe Human Rights NGO Forum geht den verschiedenen Versuchen
nach, die „Operation Murambatsvina“ zu erklären, mit
der die simbabwische Regierung gegen die Bevölkerung der Städte
vorgeht.
Zwangsvertreibungen wie in Simbabwe sind kein Einzelfall. Auch in Angola,
Kenia oder Nigeria werden Menschen vertrieben. Selbst in Südafrika
werden Gesetze aus der Apartheidzeit bemüht, um Menschen aus von
Geschäftsleuten beanspruchten Vierteln zu vertreiben. Von Julia
Scheller.
In Angola stehen für 2006 endlich Wahlen an, doch ein Termin steht
noch nicht fest. Die Regierung hat ein ihr genehmes Wahlgesetz durch das
Parlament geboxt. Die Aussichten auf freie und faire Wahlen sind angesichts
von Korruption, Hetze und Intoleranz gering, meint Emanuel Matondo.
Der angolanische Schriftsteller Rafael Marques sieht die angolanische
Gesellschaft in eine Zustand von Lethargie verfallen. Angesichts des harten
Alltags flüchten sich die Angolaner in ein Fünkchen Hoffnung
und Humor.
Nach den kaum gegensätzlicheren Regierungen Kaunda und Chiluba kam
2002 dessen Zögling Levy Mwanawasa an die Macht in Sambia. Während
dieser zu Beginn seiner Amtszeit mit einem Feldzug gegen Korruption Staub
aufwirbelte, zeigt er sich heute als zunehmender Autokrat, der keine Kritik
duldet, meint Brian Sibanda.
Das Herzstück der Privatisierungspolitik der sambischen Regierung
ist der Verkauf der Kupferbergwerke, der bis 2000 abgeschlossen war. Anglo
American als der größte private Anleger hat jedoch sein Interesse
verloren, die Zukunft des Industriezweiges ist ungewiss. Von Miles
Larmer.
Die Konsequenzen der unter internationalem Druck erfolgten Privatisierung
erläutert Miles Larmer am Bergbauort Luanshya im sambischen
Copperbelt.
Im Juli hat der König von Swasiland, Mswati III, die überarbeitete
Verfassung unterschrieben. Das kleine Land bleibt eine absolute Monarchie,
demokratische Zugeständnisse können vom König jederzeit
außer Kraft gesetzt werden. Ein Bericht der International Crisis
Group.
Die kleine Inselrepublik Mauritius hat Anfang Juli ihren Ruf als demokratisches
Vorzeigeland Afrikas erneut bestätigt. Bei den Parlamentswahlen konnte
die Oppositionsallianz unter Navin Rangoodam die Mehrheit der Sitze erringen.
Von Christof Hartmann.
Mauritius hat im August 2004 den Vorsitz der Regionalgemeinschaft SADC
übernommen. Warum dieser relativ stabile Inselstaat trotz enger Beziehungen
zu Asien eine aktive Rolle in Afrika spielen will, erläutert Gavin
Cawthra.
Madagaskar hat sich seit der Regierungsübernahme durch Präsident
Ravalomana um eine Mitgliedschaft in der SADC bemüht. Über eine
Aufnahme wird auf dem Gipfel in diesem August entschieden. Hein Möllers
stellt den großen Inselstaat vor.
Nord-Süd-Infos, Rezensionen
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